| GF42.45-P-4500-01A | Steuergerät ESP Funktion |
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Das Steuergerät ESP ist funktionell wie folgt aufgeteilt:
Signalaufbereitung
Funktions-Logikteil
Sicherheitsschaltung
Zusatzfunktionen
Signalaufbereitung Folgende Eingangssignale werden vom Funktions-Logikteil zur Berechnung bzw. als Information verarbeitet: Berechnung Fahrzeuggeschwindigkeit/Schlupf
- Signale Drehzahlgeber Berechnung Querkräfte
- Signal Lenkwinkelsensor - Signal Querbeschleunigungssensor - Signal Drehgeschwindigkeitssensor Berechnung Längskräfte
- CAN-Info Motormoment - CAN-Info aktueller Getriebegang - Signal Bremsdrucksensor Informationssignale (Bedienung)
- Signal Bremslichtschalter - Signal Schalter Feststellbremse - Signal Schalter ESP OFF |
Funktions-Logikteil Die aufbereiteten Eingangssignale werden im Logikteil verarbeitet und in Ausgangssignale umgewandelt. Signale Drehzahlgeber:
Die aufbereiteten 4 Raddrehzahlsignale werden untereinander und mit vorgegebenen Schlupfschwellen an Vorder- und Hinterrädern, abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit ständig verglichen.Durch diesen Vergleichsvorgang werden folgende Werte bzw. Regelgrößen ermittelt: - Fahrgeschwindigkeit - Beschleunigung/Verzögerung - Bremsschlupf (ABS) - Antriebsschlupf (ASR) - Schubschlupf (MSR) Signal Lenkwinkelsensor (N49):
Über das Lenkwinkelsensorsignal und den unterschiedlichen Raddrehzahlen der Vorderräder wird die Fahtrichtungsänderung bzw. die Kurvenfahrt erkannt. Diese beiden Erkennungsgrößen in Verbindung mit der Fahrgeschwindigkeit geben dem Steuergerät ESP die Erfassung über das Fahrer-Wunschverhalten des Fahrzeuges. |
Signal Querbeschleunigungssensor (B24/2):
Durch das Signal des Querbeschleunigungssensors erkennt das Steuergerät ESP die bei Kurvenfahrt auftretenden Querkräfte. Der Fahrzustandsregler im Steuergerät ESP erkennt durch den Querbeschleunigungssignal zusammen mit dem Drehgeschwindigkeitssignal ein übersteuerndes Fahrzeug. Signal Drehgeschwindigkeitssensor (N64):
Durch den Drehgeschwindigkeitssensor werden im Steuergerät ESP die Bewegungen (Drehgeschwindigkeit) erfaßt, die das Fahrzeug um die Hochachse drehen wollen, wie sie beim Schleudern eines Fahrzeuges auftreten. Mit Hilfe der Signale Querbeschleunigungssensor und Drehgeschwindigkeitssensor erkennt das Steuergerät ESP das tatsächliche Fahrverhalten des Fahrzeuges. CAN-Info Motormoment
Über den CAN-Datenbus wird das Steuergerät ESP vom Steuergerät ME über das abgegebene Motormoment informiert. Bei ESP-Regelbetrieb fordert der Funktions-Logikteil vom Steuergerät ME die Einstellung des reduzierten Motormoments und eine kurzzeitige Zündwinkelreduktion. CAN-Info aktueller Getriebegang
Über den CAN-Datenbus wird der Funktions-Logikteil (ESP) ständig vom Steuergerät EGS über den aktuellen Getriebegang informiert. Über den aktuellen Getriebegang werden die an den Antriebsrädern wirkenden Antriebskräfte errechnet und zur |
Antriebsmomentregelung (ESP) genutzt. Bei einer ESP-Regelung wird vom Fahrzustandsregler der aktuelle Getriebegang berücksichtigt.
Signal Bremsdrucksensor (B34):
Mit dem Bremsdrucksensor wird der Bremsdruck erfaßt und vom Logikteil zur Berechnung der Radbremskräfte (Längskräfte) verwendet. Wird während des Bremsvorgangs eine ESP-Regelung notwendig, so werden die bestehenden Radbremskräfte (Längskräfte) zur Berechnung der Seitenführungskräfte (Querkräfte) mit einbezogen. Signal Bremslichtschalter (S9/1):
Beim Betätigen der Bremse werden Signale über den Doppelkontaktschalter (Schließer und Öffner) vom ESP-Logikteil erkannt und gewertet. Besteht z. B. ein ASR-Regelbetrieb, so wird dieser Vorgang sofort abgebrochen. Bei einer ESP-Regelung werden diese Informationssignale zusätzlich zum Bremsdrucksensorsignal verarbeitet. Signal Schalter Feststellbremse (S12):
Liegt ein Signal vom Schalter Feststellbremse vor, so wird kein MSR-Regelbetrieb zugelassen. Signal Schalter ESP OFF (S76/5):
Liegt ein Signal vom Schalter ESP OFF an, wird der Antriebsmomentregelkreis abgeschaltet und die Warnleuchte ESP dauernd angesteuert. |
| Sicherheitsschaltung
Die Aufgabe der Sicherheitsschaltung ist es, fehlerhafte Signale der Sensoren, Fehler im Steuergerät und im elektrischen Leitungssystem zu erkennen. Während des Regelvorganges wird die Ansteuerung Vorladepumpe und der Hochdruck-/Rückförderpumpe überwacht. Die Überwachung der Magnetventile erfolgt permanent. Ist ein Fehler erkannt, dann wird das System abgeschaltet und dies durch Aufleuchten der Kontrolleuchte ESP bzw. BAS/ESP (A1e42 bzw. A1e47) dem Fahrer angezeigt. Zusätzlich wird ein Fehlercode im Steuergerät gespeichert. Die Sicherheitsschaltung überwacht ferner ständig die Batteriespannung. Bei Unterschreitung der Spannung von 10,5 V bzw. bei Überschreitung von 17,5 V wird das System ebenfalls abgeschaltet, bis die Spannung wieder im vorgeschriebenen Bereich liegt. |
Zusatzfunktionen
Teilfunktion Parameterlenkung (Typ 140, 210) Aus der intern vorliegenden Fahrgeschwindigkeit und dem Statussignal errechnet das Steuergerät den Sollstrom zur Ansteuerung des P-Ventils Parameterlenkung (Y10). Ausgänge Raddrehzahlen und Drehzahl-Statussignal Ausgang Raddrehzahlen: Für Systeme, die ein Raddrehzahlsignal benötigen, liefert das Steuergerät ESP von jedem Rad die aktuelle Raddrehzahl.
Ausgang Drehzahl-Statussignal: Für Systeme, die eine Information über den aktuellen Fahrzeugzustand (Fahrzeug steht, Fahrzeug fährt, Drehzahlgeber defekt) benötigen, liefert das Steuergerät ESP das Drehzahl-Statussignal.
Kontrolleuchtenansteuerung Vom Steuergerät ESP werden die Signale von den Bremsbelagverschleißkontakten und der Feststellbremse erfaßt Zusammen mit den Signalen für die Kontroll- und Warnleuchten ABS und ESP werden sie über eine serielle Datenleitung an das Kombi-Instrument weitergegeben. Bei Fahrzeugen mit CAN-Anschluß am Kombi-Instrument über CAN-Datenleitung. |